Stella Sternenkämpferin

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Rote

Stella Sternenkämpferin

Beitrag von Rote » #1 »

Anfang 2015 sind innerhalb von 2,5 Monaten 3 unserer Labbinasen verstorben. Übrig blieben Opi Bruno unser Erstgeborener und Toni.

Eigentlich hatten wir vorher immer geplant unser Rudel zu verkleinern. 2 Hunde war zumindest für meinen Man vorher die Vorstellung vom Idealfall.
Dann sah ich im März 2015 die Bilder von Stella, angeblich ca. 4 Jahre alt mit schwerer Räude behaftet in einer Tötung in der Slowakei. Nur eine sichere Pflegestelle konnte sie vor der Tötung retten. Eigentlich stand ich dem Auslandstierschutz immer sehr skeptisch gegenüber. Aber nachdem ich dann ausgiebig Erkundungen über den Verein Lemuria eingezogen hatte , war schnell klar, das wir Stella eine Pflegestelle bieten wollten.
Es sollte dann aber noch mindestens 8 Wochen dauern, bis Stella aus der Slowakei ausreisen dürfte, weil Sie vorher noch kastiert werden mußte und vor allen auch erst mit Beginn der festen Zusage eines Pflegeplatzes die Tierschützer vor Ort mit der medizinischen Versorgung für die Bekämpfung der Räude beginnen durften. So schreiben es die Tötungsstationen dort vor.
Lange Wochen wo Stella bei jedem Spaziergang mit den verbliebenen Bruno und Toni Gesprächsthema war, so als wenn sie schon bei uns wäre. Auf Grund von Stellas Räude verzögerte sich ihre Ausreise dann noch mal um 4 Wochen. In dieser Zeit wurde uns dann klar das wir Stella mit allen Konsequenzen ein Zuhause geben wollten, egal was kommen würde und so wurde vor Stellas Anreise aus dem Pflegevertrag noch eine Adoption.

Im Juni 2015 konnten wir dann endlich unser "Kukukskind" in die Arme schließen.
Warum Kukukskind.... bei Übergabe stellten wir fest, das Stella nicht eine sehr kleinwüchsige 4 jährige Labbidame war, sondern sich anhand des Passes als ein man gerade 8 Monate altes Labbimädchen heraus stellte.

Wir hatten also ungeplant Kinderalarm im Haus. Und nicht nur das, die Räude war noch lange nicht auskuriert.
Zum Glück haben wir eine Tierarztpraxis die nicht nur auf Kleintiere spezialisiert ist sondern auch Großtiere betreut, denn das beste Mittel gegen Räude gibt es im Bereich der Rinderzucht.
Unser Tierarzt hat nur mit dem Kopf geschüttelt als er sah, was wir da wieder anschleppten(allerdings mit einem samftmütigen Grinsen).
Wir hatten Glück, dass die Hochansteckende Räude nicht auf Toni und Bruno überging. Auch wir als Menschen hätten uns anstecken können. Aber der TA beruhigte uns, das wir als Mwnschen kein wirklicher Wirt für die Räude wären und es höchsten mal 2 Tage ganz arg jucken würde. Aber auch das trat zum Glück nicht ein.

Nach 4 Wochen mit dem Rindermedikament war die Räude bekämpft und Stellas Fell fing wieder an zu wachsen. Nichts stand einem wunderbaren Retrieverleben mehr im Weg. Dachten wir...und ahnten nicht, das unser intakter Opi 3 Monate später durch seine noch vorhandene Männlichkeit für Stella zum Lebensretter werden sollte.

Stella war vor Ausreise ja zwangsläufig noch kastriert worden. Das aber vermutlich von einem unerfahrenen Arzt irgendwo auf dem Küchentisch der Tötung.

Im September entwickelte Opi Bruno mit seinen 14 Jahren plötzlich ein seltsames Interesse für Stellas Hinterteil wenn Stella mächtig animierend vor ihm stand.
Toni war ja kastriert.

Da Stella ja auch kastriert war und wir bei Übernahme noch die frische Narbe hatten, konnten wir uns zuerst keinen Reim darauf machen.
Als dann auch noch ihre Schnalle anschwoll sind wir schnellstens zum Tierarzt. Dort stellte sich dann heraus, dass bei Stella vorher ein Kurpfuscher am Werk war. Stella war trotz Kastration läufig.
Sie hatte noch einen kompletten Eierstock. Da in ihr so rumgepfuscht worden war, war dieser schon dabei mit den Harnwegen zu verkleben und nicht nur die Gebärmutter war hochgradig entzündet.
So hat Brunos Interesse als intakter Opi Stella abermals das Leben gerettet . Und an dieser Stelle muß ich auch mal Lemuria e.V. loben, denn als die mitbekamen, das Stella nicht richtig kastriert war, haben sie sich sofort bereit erklärt die Kosten für Ihre Notoperation zu übernehmen.

Mit diesen Bildern haben wir uns für Stella entschieden
Stella für RL.jpg

Uns so sieht unsere kleine Stella Sternenkämperin heute aus

Stella für RL2.jpg
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Lino
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Beitrag von Lino » #2 »

Solche Geschichten können einem im Tierschutz auch passieren.
Unglaublich wenn man die Bilder von vorher und nachher einmal vergleicht, aus Stella der Sternenkämferin i_love , ist eine wunderhübsche Schokopraline geworden s_love3
Liebe Grüße von Marion, Anton, Willy, Marie, Nelli und Emma mit Ben, Lino und Max im Herzen i_love
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Ayla
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Beitrag von Ayla » #3 »

Unglaublich das das ein und der selbe Hund ist sie ist wunderschön s_love danke für Eure Geschichte
Lieben Gruß von Katja mit Ayla, Anton, Curro und Eddy, Iwan, Socke und Tore im i_love2
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Tomerix
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Beitrag von Tomerix » #4 »

Wenn man solche Geschichten der Hunde liest und dann die Bilder von vorher und nachher sieht dann
weiss man das man alles richtig gemacht hat.Das ist doch genau das wo wir alle helfen möchten und wofür unsere Herzen schlagen.Es sind noch so viele Tiere die auf Hilfe hoffen und deswegen sind solche Erfolge einfach
nur toll.Ein schöner Beitrag.
Gruss
Arno und die Bande
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